lesepunkte.de
Direktlink für Screenreader:Themen-Navigation|Text

AVI: Das Gold des Alchemisten. (Sprecher: Peter Kaempfe), Weinheim: Beltz & Gelberg 2006, ISBN 978-3-407-80975-9 (CD), EUR 19,90.
gehört von Stephanie Meier, 7. Klasse
Wernher-von-Braun-Gymnasium Friedberg
lesepunkte: ●●●●○

In dem Hörbuch „Das Gold der Alchemisten“ geht es um die faszinierende Geschichte eines Hexenmeisters. Die Hautpersonen sind der Hexenmeister Thorsten, der die Gabe hat, Gold selbst herzustellen, sein alter Rabe Odo, der sich ein paar Zaubersprüche von seinem Meister abgeschaut hat, die Magd Sybil, ein alter Mönch und die beiden Jungen mit den grünen Augen.
Eines Tages im Jahre 1046 liegt der Hexenmeister Thorsten im Sterben. Der Meister hat drei magische Steine hergestellt, die Steine des Lebens. Wenn man diese verschluckt, muss man nicht sterben. Er schickt seine Magd öfter in die Stadt, um dort in der Apotheke besondere Zutaten für seine geheimen Machenschaften zu besorgen. Da Alchemie zur Zauberei zählt, darf Sybil nie ein Wort darüber verlieren, wozu sie die sonderbaren Zutaten braucht. Als Sybil wieder einmal in der Apotheke Besorgungen erledigt, fragt die neugierige Apothekerin, die ein Bündnis mit dem Stadtvogt hat, für wen sie diese Zutaten besorgen müsse. Sybil antwortet ohne groß nachzudenken, dass sie sie für Meister Thorsten einkaufen müsse, der im Sterben liege. Daraufhin wird die Apothekerin natürlich neugierig und stellt noch weitere Fragen.
Als Sybil wieder in dem halb zerfallenem Haus an der Stadtmauer, wo Meister Thorsten lebt, angekommen ist, geht es ihm immer noch sehr schlecht. Er stammelt etwas von einem Buch ohne Worte und dass es nur von jemandem mit grünen Augen gelesen werden könne. Sybil und der Rabe Odo holen das besagte Buch, und tatsächlich können sie in dem Buch kein einziges Wort sehen. Sie müssen also einen Junge mit grünen Augen finden, der das Buch lesen und ihnen sagen kann, wie man Gold macht. Sie wissen, dass sie, wenn der Meister sterben und der Stadtvogt etwas von den Machenschaften erfahren würde, am Galgen enden.
Sybil und Odo machen sich also auf die Suche nach einem Jungen mit grünen Augen. Da sie auch die Apothekerin nach einem solchen Burschen gefragt haben, weiß natürlich auch der Stadtvogt bald davon, und weil Sybil mit einem schwarzen Raben auf der Schulter in die Apotheke gegangen ist, schöpft er natürlich schon Verdacht. Auch der alte Mönch erfährt davon, und weil ihm Meister Thorsten vor einigen Jahren das Buch ohne Worte geraubt hat, macht er sich natürlich auch auf die Suche nach einem Jungen mit grünen Augen.
Ohne Erfolg gehen Sybil und Odo wieder nach Hause. Meister Thorsten hat bereits einen Stein, den größten, verschluckt. Der Alchemist atmet nur noch ganz langsam, als es unten an der Türe klopft. Unten stehen zwei Jungen mit grünen Augen, Athrian und Demian. Athrian hat der Mönch aus einem Slum mitgenommen und Demian ist der Lehrjunge der Apothekerin.
Nach einer Zeit atmet der Meister nicht mehr und die vier Freunde tragen ihn in den Keller, wo sie ihn beerdigen. Am Abend versuchen die Jungen etwas aus dem Buch zu lesen, was ihnen jedoch nicht gelingt. In der Nacht hören sie den tot geglaubten Meister Thorsten die Treppe hochsteigen. Er isst einen weiteren Stein. Als er daraufhin wieder ohne zu atmen auf seinem Bett liegt, beerdigen sie ihn ein zweites Mal. Sie rätseln, wie es dazu kommen konnte, und gelangen zu dem Entschluss, dass es mit den Steinen zusammenhängen muss.
Sie verstecken den letzten Stein. Als Meister Thorsten in der nächsten Nacht wieder aufwacht und sich aus seinem Grab befreit, rennen die Freunde aus dem Haus und flüchten mit dem Buch zur Kirche, wo sie mit dem alten Mönch verabredet sind. Athrian hat es geschafft, etwas aus dem Buch ohne Worte zu lesen. In der Kirche treffen sie den Mönch. Athrian gibt ihm das Buch, das ihm ja eigentlich gehört, zurück. Der alte Mönch erzählt ihnen die Geschichte, wie Thorsten, der schreckliche Angst vor dem Sterben hatte, zu dem Buch gekommen ist …
Sybil gibt dem alten Mönch den letzten Stein, denn wenn Thorsten diesen auch noch verschlucken würde, muss Sybil, so war die Abmachung, für ihn sterben. Den letzten Stein der Zeit bekommt Thorsten nicht, und so muss er endgültig sterben. Sybil dagegen lebt mit Athrian weiter. Die beiden fliehen weit weg und entgehen so dem Galgen des Stadtvogts. Das Buch wird daraufhin sicher von dem Mönch verwahrt.
Meine Meinung zu diesem Hörbuch: Ich würde das Buch schon weiter empfehlen, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat, der Geschichte zuzuhören, und sie gut erzählt ist. Ab und zu aber hatte ich Schwierigkeiten, dem Text zu folgen, da manches zu ungenau beschrieben war.
In dem Hörbuch waren die verschiedenen Situationen der Leute gut dargestellt, und ich fand gut, dass man einen Einblick in das damalige Leben bekommen hat. Mich hat es ein wenig verwundert, wie schnell man doch in der beschriebenen Zeit an den Galgen gekommen ist und wie leichtfertig die Leute mit dem Tod am Galgen umgegangen sind. Im Großen und Ganzen ein spannendes Buch und Hörbuch, das man gelesen oder gehört haben muss! Ich vergebe an das Buch 4 Lesepunkte.
(Betreut von Carina Oettle)
Empfohlene Zitierweise
AVI: Das Gold des Alchemisten. (Sprecher: Peter Kaempfe), Weinheim: Beltz & Gelberg 2006, ISBN 978-3-407-80975-9 (CD), EUR 19,90, gehört von Stephanie Meier. lesepunkte 2 (2007), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5604/
Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.
Erstellt: 13.12.2007
Zuletzt geändert: 13.12.2007




