Pfleger

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Susanne Pfleger: Ein Tag mit Picasso (Abenteuer Kunst), München: Prestel Verlag 1999, 30 Seiten, ISBN 978-3-7913-2198-1, EUR 14,95.

 

gelesen von Stefanie Burkard, 8. Klasse
Ohm-Gymnasium Erlangen

 


Im Buch “Ein Tag mit Picasso“ oder “Pablo Picassos Leben“ wird Picassos gesamter Lebensablauf in Form eines einzigen Tages und mit Hilfe seiner Bilder interessant und fesselnd dargestellt.

Alles beginnt in seinem Schlafzimmer, das von dem seiner Frau getrennt ist. Picasso steht gerade auf – oder auch nicht, denn er ist noch nicht in der Stimmung aufzustehen und ein außerordentlicher Langschläfer. Man sieht ihn beim Zeichnen und Malen eines Bildes für einen ungeduldigen Kunden, den er spüren läßt, dass er nicht auf ihn angewiesen ist, und wie er sich zu seinen Kindern verhält. Schließlich findet ein Fest am späten Abend statt! Gleichzeitig oder vielmehr eingeflochten in den Tagesablauf wird sein ganzes Leben dargestellt: mit den wichtigsten Ereignissen, seinem Werdegang, seinen künstlerischen Leistungen, und auch seine verschiedenen Frauen und seine Kinder kommen hier vor. 

Verdeutlicht wird alles mit seinen Bildern von der Familie, von der Wohnung oder mit anderen Bildern, die zum jeweiligen Geschehen passen. Natürlich enthält das Buch auch zahlreiche Bilder von Picasso persönlich, zum Beispiel das berühmte, lustige und als Titelbild gewählte Bild vom Frühstückstisch, auf dem das Gebäck so platziert ist, dass es aussieht, als hätte er zu groß geratene Hände. Dann die unzähligen Bilder seiner Kinder, Frauen, Freunde, Tiere und Fotos aus seinem geräumigen Haus. Am besten gefällt mir die Keramikskulptur “Die Äffin und ihr Junges“, weil es so einen Ausdruck von Geborgenheit ausstrahlt, und die Bleistiftzeichnung seiner Frau Françoise, die so schön war, dass er sie in vielen Bildern als Blume dargestellt hat.

Das Buch ist in einer gut verständlichen Sprache geschrieben, gut erklärt und enthält zu jedem seiner Bilder hervorragende Interpretationen oder Erläuterungen. Alles, was im Buch erzählt wird, habe ich als nachvollziehbar empfunden. Es ist nicht zu dick (30 Seiten), enthält aber alles aus Picassos Leben, was ein Schüler über ihn wissen muss oder sollte. 

Was mich ein wenig stutzig machte, war, dass Picasso sogar die alltäglichsten Sachen malte, wie eine Schale mit Sardinen, eine Ziege oder unzählige Tauben. Am Ende des Buches findet man eine Zusammenstellung von allen Bildern und Kunstwerken und kurze Erläuterungen dazu. 

Nicht so gefallen hat mir, dass oft keine Zusammenhänge klar werden, zum Beispiel folgt das Thema Kostüme direkt auf das Mittagessen und das Thema Speisesaal kommt als vorletztes Thema. So wirkt dieses Buch manchmal beliebig zusammengewürfelt. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass dieses Buch viele Zeitsprünge enthält. 

Mein Fazit: Das Buch erzählt viel über Picassos Leben, wie er zum Künstler wurde und sich anderen Menschen gegenüber verhielt. Es ist ziemlich unkompliziert und schnell zu lesen. Und man merkt schnell, was für ein Mensch er war und was er von anderen hielt. Es hat mit gut gefallen und man könnte damit sogar ein Referat  verfassen.

(Betreut von Franz-Josef Üffing) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Susanne Pfleger: Ein Tag mit Picasso (Abenteuer Kunst), München: Prestel Verlag 1999, 30 Seiten, ISBN 978-3-7913-2198-1, EUR 14,95, gelesen von Stefanie Burkard. lesepunkte 2 (2007), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5467/

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Erstellt: 16.08.2007

Zuletzt geändert: 16.08.2007