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Harald Parigger: Der Rubin des König, München: dtv 2005, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-70971-2, EUR 6,50.
gelesen von Kabashi Samire, 9. Klasse
Städtische Wilhelm-Busch Realschule München
lesepunkte: ●●●●○

Der "Der Rubin des Königs" von Harald Parigger ist ein historischer Roman, der im Mittelalter spielt. Es geht darin um einen Jungen namens Martin, der im Jahr 1208 in der Stadt Bamberg lebt. Bei einer herrschaftlichen Hochzeit wird dort König Philipp umgebracht und Martin beobachtet zufälligerweise die Flucht des Mörders. Der Junge folgt ihm. Als er auf dieser Verfolgungsjagd zusammengeschlagen wird, nimmt ihn ein alter Bader auf. Der kümmert sich um ihn und bringt ihm Lesen und Schreiben bei. Doch eines Tages wird Martin eine Aufgabe gestellt, die sein Leben wieder verändert: Er muss einen Rubin beschaffen. Dieser Stein war immer im Besitz von Königen und besitzt die Kraft das Wesen eines Menschen zu verändern – zum Guten oder auch zum Bösen. Damit nicht das Schlechte im Menschen überhand nimmt, muss man selbstbewusst genug sein, so kann der Stein nicht die Macht über einen gewinnt. Nur so beherrscht der Besitzer den Stein. Das rät jedenfalls der alte Bader dem Knaben Martin. Auf der Suche nach dem Stein erlebt der Junge einige Abenteuer und auch unerwartete Überraschungen.
Mir hat die Lektüre „Rubin des Königs“ gut gefallen, weil es in einer einfachen und direkten Sprache geschrieben ist. Die Geschichte wird nicht langatmig oder mit vielen Fremdwörtern beschrieben, sondern in einer knappen, leicht verständlichen Sprache. So wird man schnell hineingezogen und in das Geschehen hineinversetzt.
Zu Beginn wirkt der Roman nicht gerade spannend, aber allmählich nimmt den Leser die Geschichte gefangen und man möchte wissen, was mit Martin weiter geschieht. Damit es nicht zu langweilig und absehbar wird, gibt es in dem Roman einige unvorhersehbare, überraschende Wendungen. Außerdem wird das Geschehen aus zwei Perspektiven geschildert: aus der Sicht des Er-Erzählers und aus der Sicht eines geheimnisvollen Reiters. Dies ist ein Mönch, der von sich behauptet, dass er im Auftrag Gottes handele, und der den Rubin ebenfalls haben will. Er ist der Gegenspieler des Baders, dieser wiederum entpuppt sich am Ende des Buches nicht als der gute Mensch, der er zu sein scheint.
Nebenbei erhält man durch den Roman einige wissenswerte und interessante Informationen über das Leben und die Gesellschaft im Mittelalter oder über die Bedeutung von Edelsteinen. Für mich sehr informativ war beispielsweise, wie wenig entwickelt die Medizin zur damaligen Zeit war oder dass der Bader, der als Arzt herumreiste, mit Lebensmitteln oder Wertsachen statt mit Geld bezahlt wurde, weil die Menschen gar kein oder nur wenig Geld hatten. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, das Buch zu lesen. Meine Wertung: 4 Punkte.
(Betreut von Ulrike Kopp)
Empfohlene Zitierweise
Harald Parigger: Der Rubin des König, München: dtv 2005, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-70971-2, EUR 6,50, gelesen von Kabashi Samire. lesepunkte 2 (2007), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5465/
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Erstellt: 16.08.2007
Zuletzt geändert: 16.08.2007




