Biesty

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Stephen Biesty: Ägypten. Eine Reise durch das Pharaonenreich, München: Hanser Verlag 2005, 28 Seiten, ISBN 978-3-446-20627-4, EUR 14,90. 

 

gelesen von Ursula Heindel, 6. Klasse
Neues Gymnasium Nürnberg

 


Dieses Buch ist ein reich bebildertes Sachbuch über das Leben im  Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Durch die Geschichte des elfjährigen Jungen Dedia bekommt der Leser einen Einblick in verschiedene Lebensbereiche des alten Ägypten.

Dedia unternimmt mit seinem Vater, Kapitän Wennufer, eine Reise,  weil der Vater meint, der elfjährige Dedia sei nun alt genug, um ihm bei der Arbeit zu helfen. Sie müssen Waren ausliefern und kommen zuletzt bei einer Hochzeit an. Dabei gelangt Dedia an viele neue Orte. Jeder Ort, bei dem ein Zwischenstopp gemacht wird, wird sehr genau beschrieben. Auf den meisten Seiten stehen noch zusätzliche Informationen, die aber oft auch etwas mit der jeweiligen Örtlichkeit zu tun haben. Dedia kommt zum Beispiel im Steinbruch von Gebel el-Silisia an. Dort schlendert er herum und sieht den Sklaven bei der Arbeit zu. Er ist von deren erstaunlichem Können begeistert. Dedia und sein Vater sollen von Dedias Tante Meritat und deren Tochter Ipuia auf der Reise begleitet werden. Das passt Dedia überhaupt nicht, denn er mag die beiden nicht besonders. Zu seinem Glück verpassen sie aber das Schiff, kommen aber mit einem anderen nach.

Die Geschichte von Dedia bildet den Rahmen um die einzelnen Erlebnisse. Das macht das Stöbern und Lesen interessanter und regt den Leser an, immer weiter zu lesen. Allerdings macht es diese Gliederung schwierig, schnell etwas nachzuschauen. Aber es gibt am Ende des Buches ein Glossar und ein Register. Darin kann alles sehr schnell gefunden werden, da beides alphabetisch angeordnet ist. 

Weil in dem Buch viele große Karten und Zeichnungen abgebildet sind, kann man sich das Leben und die Tätigkeiten der Menschen sehr genau vorstellen. Das wird durch farbige Darstellungen und Querschnitte erleichtert. Die Zeichnungen zeigen oft auch Menschen bei der Arbeit, damit sich der Leser die frühere Lebensweise besser vorstellen kann. Darunter zum Beispiel das Mumifizieren. 

Auf den Karten werden auch einige wichtige Dinge stark vergrößert am Rand abgebildet. Oft ist auch rechts oben bei einer Doppelseite das Datum angegeben – jedoch nicht in der deutschen Sprache, sondern auf Ägyptisch. Damit es auch gelesen werden kann, ist auf der ersten Seite eine Abbildung und eine Erklärung des ägyptischen Kalenders. Es wird auch auf der Seite, auf der die Geschichte beginnt, angezeigt, in wie vielen Tagen Dedia bei welchem Ort angekommen ist. Dadurch kann sich der Leser ungefähr vorstellen, wie weit die Orte voneinander entfernt sind und wie lange die Leute im alten Ägypten für eine heutzutage schnell zu bewältigende Strecke brauchten. Allerdings sind die einzelnen Kästen, die etwas angeben, besonders auf der Startseite, etwas durcheinander angeordnet, sodass der Leser zuerst ein bisschen verwirrt ist. Erst beim zweiten Hinsehen wird Vieles klarer. 

Das ganze Buch ist systematisch und logisch aufgebaut. Es ist ein Buch, das wegen der Geschichte gelesen wird, doch kann es auch als Nachschlagewerk verwendet werden. Das Buch macht einen guten Eindruck, denn der Einband ist recht schön gestaltet und die Illustrationen fallen sofort auf. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen, weil ich die Idee, eine Geschichte mit Sachinformationen zu Ägypten zu verbinden, sehr lustig fand. Obwohl das schnelle Finden von Informationen manchmal etwas hinausgezögert wird, ist es immer wieder schön, in dem Buch zu stöbern und es immer wieder neu zu lesen. 

(betreut von Heinrich Müller) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Stephen Biesty: Ägypten. Eine Reise durch das Pharaonenreich, München: Hanser Verlag 2005, 28 Seiten, ISBN 978-3-446-20627-4, EUR 14,90, gelesen von Ursula Heindel. lesepunkte 2 (2007), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5460/

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Erstellt: 16.08.2007

Zuletzt geändert: 16.08.2007