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Erich Ballinger: Der Gletschermann, Würzburg: Arena Verlag 2005, 216 Seiten, ISBN 978-3-401-02352-6, EUR 6,90.
gelesen von Julia Köhnen, 5. Klasse
Gymnasium Grafing

Bal-Bes ist ein wandernder Mann, der von seinem Stamm ausgestoßen wurde. Als er eines Tages vom großen grünen Fluss (dem heutigen Inn) den Berg hinauf wandert, begegnet er drei Männern vom Stamm Tau Tau. Sie sind sehr freundlich zu ihm und laden ihn in ihr Dorf ein. Als sie auf der Jagd sind, stellt sich heraus, dass er ein guter Jäger ist. Auf dem Rückweg reden sie über Muir, die große Zauberin. Plötzlich wird Bal-Bes von ihr gerufen und geht in ihre Höhle. Er stellt fest, dass sie alles weiß und voraussagen kann, obwohl sie blind ist.
Plötzlich ist Muir tot und immer ist es der Fremde, lautet das Gesetz. Bal-Bes muss weg! Eine freundliche Frau der Tau Tau bringt ihm noch schnell seine Sachen, und dann wandert er los. Die Tau Tau haben aber die Grenzen zum Land der Ewigen Sonne versperrt. Bis auf einen Weg, den schwierigsten Weg.
Als er nun in das Tal kommt, sieht er einen Berg, der aussieht wie ein Finger. Er klettert ihn hoch und kommt zu einem Mann, der von den Tau Tau ausgestoßen wurde. Zuerst scheint der Mann nett zu sein, doch bald stellt sich heraus, dass er Böses im Schilde führt. Aber er beschreibt Bal-Bes trotzdem noch einen sehr guten Weg.
Als dieser eine Weile gegangen ist, sieht er seine Verfolger hinter sich. Er geht weiter und seine Verfolger bleiben ihm auf den Fersen. Schließlich kommt er an eine Eiswand und klettert sie mühsam hoch, nachdem er gemerkt hat, dass er sein Beil verloren hat. Oben angekommen ist nichts als Eis. Er sieht einen tieferen Übergang und merkt ihn sich. Plötzlich geht er im Nebel und kommt vom Weg ab.
Als er kurz vor dem Übergang ist, bleibt er stehen und wartet. Er dreht sich um und sieht nur noch einen Verfolger. Er weiß, wo der andere ist, denn er kennt ihre Jagdtechnik. Plötzlich wird er von hinten niedergeschlagen und wird ohnmächtig.
Als er wieder zu sich kommt, bauen die Verfolger gerade eine Schneehöhle. Die Nacht bricht an und es wird immer kälter. Sie können alle nicht gut schlafen, denn der Wind pfeift stark. Am Morgen kann Bal-Bes aufklären, dass nicht er, sondern Acqtag, einer seiner Verfolger, Muir umgebracht hat. Durch ein Missgeschick stirbt Acqtag. Bal-Bes und Brac, der andere Verfolger, begraben ihn. Wir kennen heute Acqtag als Ötzi!
Ich finde gut an diesem Buch, dass es spannend geschrieben ist. Die Schrift ist nicht zu klein und die Kapitel sind nicht zu lang. Man kann notfalls mitten im Kapitel eine Pause machen (ich kann das nicht bei allen Büchern). Es ist alles genau beschrieben, so, dass man viel aus dem Buch lernt, man könnte es wohl auch als Schullektüre für die vierte oder fünfte Klasse verwenden.
Im hinteren Teil des Buches wird alles erklärt; zum Beispiel die Pflanzen, von denen die Rede war: wie man sie gebrauchen kann und wie sie aussehen. Es ist eine Geschichte, um die es viele Rätsel gibt und nachdem man das Buch gelesen hat, weiß man ungefähr, wie die Geschichte von Ötzi wirklich passiert sein könnte. An manchen Stellen ist das Buch sogar ein wenig witzig.
Schlecht finde ich an diesem Buch, dass das erste Kapitel ziemlich langweilig ist, denn manche Sätze werden wiederholt. Es kommen die Namen „Stein-aus-dem-Ohr“ und „Stein-aus-dem-Mund“ vor, deswegen kann man leicht durcheinander kommen.
Der Autor, Erich Ballinger, hat mich mit diesem Buch aber sehr überzeugt und ich würde gerne weitere Bücher von ihm für eine Leseempfehlung lesen. Ich empfehle dieses Buch also weiter, denn es hat mir viel Spaß gemacht, es zu lesen.
(Betreut von Irmgard Auktor)
Empfohlene Zitierweise
Ballinger Erich Der Gletschermann, in: historicum.net, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5463/
Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.
Erstellt: 16.08.2007
Zuletzt geändert: 16.08.2007




