Stöver2

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Hans Dieter Stöver: Als Rom brannte, München: dtv 2005, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-70900-2, EUR 7,00. 

 

gelesen von Philipp Glaser, 6. Klasse
Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

 


Zum Hintergrund des Buches: Das Buch spielt im Jahre 64 nach Christus. In dieser Zeit regierte Kaiser Nero. Er wollte sich verewigen. Sein übermäßiger Ehrgeiz veranlasste ihn dazu, einige Stadtviertel Roms, welches zu dieser Zeit als der Mittelpunkt der damals bekannten Welt galt, niederzubrennen. Den freien Platz wollte er dazu nutzen, seine eigenen Kaiserpaläste zu errichten. Als in Rom nach dem Brand die Gerüchte umgingen, dass Nero den Brand gelegt hatte, suchte der Kaiser einen Sündenbock und er fand ihn: es waren die Christen, die zu diesem Zeitpunkt noch unbeliebt waren. Nachdem er die Christen als die Schuldigen denunziert hatte, schickte er seine Spitzel überall hin in jeden Winkel des noch übrig gebliebenen Rom. So begann eine Christenverfolgung, welche etwa 250 Jahre andauerte. Manche Wissenschaftler behaupten, dass er beim Brand Roms auf dem Balkon stand und den Untergang Trojas besang.

In dem Buch "Als Rom brannte" geht es um Fabia, die Tochter des Schuhmachers Fabius Quartio, die mit ihrer Familie im Argiletum lebt. Sie und ihre Familie sind Christen. Eines Tages kommt ein Freund ihres Vaters zu Besuch, der Grieche Seleukos. Er betreibt in Korinth ein Geschäft, das Seile an Schiffsbesitzer verkauft. Er kommt kurz vor dem Brand. Während des Brandes rettet er Fabia, aber er und Fabia werden vom Rest der Familie getrennt. In einem der vielen Notlager am Ufer des Tiber nimmt Seleukos eine Stelle als Schreiber bei dem Centurio Tigelinius an, der das Lager verwaltet. 

Er versucht während seiner Arbeit als Schreiber etwas über den Verbleib von Fabias Familie herauszubekommen. Inzwischen erfahren Fabia und Seleukos täglich von neuen Opfern der Christenverfolgung. Jedoch bleibt seine Suche zuerst ohne Erfolg. Wegen der Christenverfolgung, der nach Seleukos Vermutung auch die Familie von Fabia zum Opfer gefallen ist, bangen die zwei um ihr Leben. Daher beschließt Seleukos, dass es am besten wäre, wenn er nach Korinth zurückkehren würde und Fabia nach Pompeji zum Bäckermeister Iulius Polybius ginge, dem Onkel ihrer Freundin Servilia. Und so geschieht es dann auch, Seleukos lebt in Korinth weiter und Servilia wird freundlich in Pompeji bei Iulius Polybius aufgenommen. 

Das Buch gibt die meisten historischen Hintergründe sehr gut wieder, nur wenige Einzelheiten sind etwas ungenau. Die unklaren Wörter und Begriffe sind gut erklärt. Es ist kindgerecht geschrieben und lässt sich sehr schön lesen. Das Buch gibt auch zu verstehen, wie hart die Zeit im Römischen Reich oft war und wie wenig ein Menschenleben für die ehrgeizigen Leute damals Wert war. Die historischen Ereignisse werden gekonnt mit dem spannendem Abenteuer der Heldin Fabia verschmolzen. Mir persönlich gefiel das Buch sehr gut und ich kann es nur weiterempfehlen. 

(Betreut von Emil Wanek) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Hans Dieter Stöver: Als Rom brannte, München: dtv 2005, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-70900-2, EUR 7,00, gelesen von Philipp Glaser. lesepunkte 2 (2007), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5074/

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Erstellt: 13.06.2007

Zuletzt geändert: 13.06.2007