Margraf

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Miriam Margraf, Waldtraut Lewin: Die Maske des Wolfes, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2005,160 Seiten, ISBN 978-3-473-58222-8, EUR 5,95. 

 

gelesen von: Hannah Minten, 6. Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel

 


Heinrich von Wenningen ist ein Adeliger und hat ein entstelltes Gesicht, weil er die Blattern, eine schwere Krankheit, hatte. Sein Gesicht ist so entstellt, das es als Wolfsgesicht bezeichnet wird. Er sollte eigentlich auf seiner Burg leben, wurde aber dem Kloster verschrieben. Heinrich hat eine Schwester; sein Vater kämpft im Krieg, seine Mutter ist tot und sein Stiefvater bösartig. Er kann seine Schwester, die mit ihrem Stiefvater auf seiner eigenen Burg lebt, nicht verteidigen, als der Stiefvater ihr verbietet zu heiraten. Denn Heinrich ist im Kloster eingesperrt, und in einer Woche soll er ein richtiger Mönch werden und kein Schüler mehr sein. Dann dürfte er das Kloster bis zu seinem Tod nicht mehr verlassen. Das Kloster leitet der betrügerische Abt Benno. Er ist ein hoch angesehener Mann, was wohl nicht so wäre, wenn er sein Kloster "Zum guten Hirten" nicht mit Betrug hochgewirtschaftet hätte. Er betrügt um Land und Geld und hat genug Macht, um jedem Menschen eine Tat anzuhängen. Anschließend wird derjenige dann umgebracht.

Durch die Unvorsichtigkeit des Abtes erfährt Heinrich von dem Betrug und beschließt zu fliehen. Sein Stiefvater hört davon und hat Angst, dass Heinrich ihm den Thron streitig machen könnte. Deshalb hängt er ihm prompt einen Mord an, an dem eigentlich Heinrichs Schwester schuld ist. Der Stiefvater ist ein mächtiger Mann und deshalb glaubt jeder ihm und nicht dem jungen Mann, der vorgibt, Heinrich von Wenningen zu sein. Denn leider kann Heinrich seine Identität nicht beweisen. Er flieht abermals. 

Jetzt wird er sowohl von den Leuten seines Vaters als auch von den Leuten des Klosters gejagt, da er ein paar wichtige Dokumente aus dem Kloster mitgenommen hat, die beweisen könnten, dass der Abt ein Betrüger ist. Es werden Hunde auf ihn gehetzt, und eine hohe Belohnung ist auf ihn ausgesetzt. Bestimmt hätte man ihn gefangen, wenn nicht der Spielmann Walther von der Vogelweide wäre, der ihn erst gesund pflegt und ihn dann bei sich einstellt. Er gibt Heinrich ein Kostüm, das einen Wolf darstellt – denn niemand würde auf die Idee kommen, dass er sich als das verkleiden würde, was er ist: ein Wolfsgesicht. Walthers Handeln ist aber nicht ganz uneigennützig, denn Heinrich soll ihm die wertvollen Dokumente geben...  

Der Roman „Die Maske des Wolfes" ist sprachlich sehr gut zu verstehen, denn er ist meistens umgangssprachlich geschrieben, was die Lesbarkeit und die Verständlichkeit sehr verstärkt. Das passiert aber auch dadurch, dass es keine verschachtelten Sätze gibt, die man nicht versteht. Die leichte Verständlichkeit führt dazu, dass das Buch auch für jüngere Schüler super geeignet ist. Trotzdem empfehle ich auch Jugendlichen und Erwachsenen, es zu lesen, da der Roman durchgehend spannend ist. Der Handlungszusammenhang war nicht schlecht, allerdings ein bisschen zu offensichtlich. Da aber der Roman im Mittelalter spielt, fällt das, wenn man sich mit dieser Zeit vorher nicht beschäftigt hat, nicht auf. Man muss sich aber nicht gut mit dem Mittelalter auskennen, um das Buch zu verstehen. Im großen und ganzen gefällt mir das Buch, denn es ist interessant zu lesen und informiert auch ein wenig über die Zeit, in der es spielt. 

(Betreut von Karoline Zielosko) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Miriam Margraf, Waldtraut Lewin: Die Maske des Wolfes, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2005,160 Seiten, ISBN 978-3-473-58222-8, EUR 5,95, gelesen von: Hannah Minten. lesepunkte 2 (2007), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5043/

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Erstellt: 13.06.2007

Zuletzt geändert: 13.06.2007