Heuck

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Sigrid Heuck: Der Elefant des Kaisers, Stuttgart: Thienemann Verlag 2006, 256 Seiten, ISBN 3-522-17838-6, EUR 13,90.

 

gelesen von Philip Petzoldt, 5.Klasse
Willi-Graf-Gymnasium München

 


Es ist das Jahr 792. König Karl der Große feiert seinen 50sten Geburtstag. Als Geschenk wünscht er sich etwas ganz, ganz Besonderes: Einen Elefanten! Er schickt den jüdischen Händler Isaak und seine beiden Gesandten Graf Sigismund und Graf Lantfried auf die weite Reise nach Bagdad. Doch die Reise ins Zweistromland ist sehr lang und birgt viele Gefahren.

In dem Buch „Der Elefant des Kaisers“ wird eine wahre Geschichte erzählt. Der Geschichtenerzähler Said Ibn-el-Shaggra will seinen Zuhörern mit der Geschichte zeigen, dass es auch eine Zeit gab in der die Glaubensgemeinschaften miteinander in Frieden gelebt haben. 

Die erste Station der beiden Gesandten und Isaak ist der Besitz des Grafen Gebhard von Trevisio. An ihn überbringen sie einen Brief von Karl dem Großen. Gebhard soll den dreien Geleitschutz geben. Das kommt ihm gerade recht, denn so können die beiden Gesandten dafür sorgen, dass Gebhards Schiff sicher nach Jerusalem kommt. Doch auf hoher See lauern Stürme und andere Gefahren. 

Von Tunis bis nach Jerusalem verläuft ihre Reise ohne weitere Zwischenfälle, dann allerdings müssen Isaak und die Grafen alleine weiterreisen. Als sie in Damaskus ankommen, beginnt der Ramadan, weshalb sie wohl oder übel eine lange Pause einlegen müssen. Doch dann geht es endlich weiter bis nach Palmyra, der Oasenstadt. Dort können sich die drei Boten Karls des Großen von dem anstrengenden Ritt erholen. Nach zwei Tagen machen sie sich auf nach Bagdad. Jedoch erwartet die drei in der orientalischen Stadt eine lange Wartezeit. Der Elefant ist nämlich gerade bei einem Verwandten des Kalifen Harun al Radschid. Als der Elefant Abu-i-Abbas mit seinem kleinen Reiter Rumi ankommt, machen sie sich endlich auf den Heimweg. 

Doch auf dem Weg nach Palmyra stirbt Graf Sigismund bei einem Überfall. In Damaskus ernten Abu und Rumi viel Bewunderung. Das tut beiden gut. Dann geht es weiter bis in heilige Land Jerusalem. Aber auf dem Weg nach Beersheba wird Lantfried von einer Schlange gebissen. Auch der heilkundige Beduine, den Isaak in Beersheba findet, kann dem Grafen nicht helfen. Er stirbt.  

Nahe dem Ort Kairouan werden sie von Räubern überfallen und auch sonst entrinnen Isaak, Rumi und auch alle anderen nur knapp dem Tod. Trotz allem gelangen sie heil nach Kairouan. Dort jedoch muss Isaak ein weiteres Jahr auf ein Schiff warten, das den Elefanten transportieren kann. Endlich im Frankenland angekommen gibt es noch viele Hindernisse bis nach Aachen. Aber sie überwinden alle. Nach fünf Jahren erreichen sie glücklich Aachen, die Geburtsstadt Karls des Großen. 

Die Autorin Sigrid Heuck erzählt fesselnd und anschaulich. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend, so dass ich gleich erfahren wollte, wie die Geschichte weitergeht. Mir gefällt, dass auf den letzten beiden Seiten eine Karte zu sehen ist, mit deren Hilfe man die lange Reise der drei Gesandten gut nachvollziehen kann. 

In dem Buch gibt es zwar viele außergewöhnliche Wörter, wie z.B. „Wadi“ oder „Hakayati“, aber hinten im Buch sind sie alle gut erklärt. Ich empfehle das Buch für Kinder und Jugendliche, die lieber wahre Geschichten und Tatsachenberichte lesen als Fantasy-Romane. 

(Betreut von Heike Schön) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Sigrid Heuck: Der Elefant des Kaisers, Stuttgart: Thienemann Verlag 2006, 256 Seiten, ISBN 3-522-17838-6, EUR 13,90, gelesen von Philip Petzoldt. lesepunkte 2 (2007), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4887/

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Erstellt: 13.02.2007

Zuletzt geändert: 13.02.2007