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Annette Dumbach / Jud Newborn: Die Geschichte der Weißen Rose, Freiburg: Herder Verlag 2002 (erw. Neuausg.), 272 Seiten, ISBN 3-451-05249-0, EUR 9,90.
gelesen von Anna König, 9. Klasse
Wernher-von-Braun Gymnasium Friedberg

Das Buch "die Geschichte der Weißen Rose" handelt von der Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose", die aus jungen Studenten bestand, die sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gegen Hitler und dessen Politik auflehnten. Es werden aber besonders die Einzelschicksale der Sophie Scholl und der Personen, die ihr am nächsten standen, hervorgehoben.
Das Buch ist sehr interessant, aufschlussreich und bewegend und stimmt sehr nachdenklich, da es auf einer wahren Geschichte beruht. Die Autoren geben den Inhalt unverblümt und wahrheitsgetreu wieder und der Leser kann dadurch Einblicke in diese schreckliche, grausame Zeit bekommen, in der eine eigene kritische Meinung noch den Tod bedeuten konnte.
Die Sprache des Buches ist verständlich. Außerdem ist als weiterer positiver Aspekt zu nennen, dass das Buch trotz des sachlichen, geschichtlichen Inhalts wie ein Roman geschrieben ist, was die Freude am Lesen steigert und das Verständnis erleichtert. Manchmal verlieren sich die Autoren jedoch in langwierigen Erklärungen von Details, die mitunter den Leser anstrengen und teils trocken wirken.
Das Buch ist sehr glaubhaft, da es größtenteils auf Fakten beruht, was die Quellenangaben auf den letzten Seiten belegen. Außerdem erklären die Autoren in der Nachbemerkung, dass sie, um noch mehr Hintergrundwissen zu erlangen, überlebende Verwandte und Freunde der „Weißen Rose“ befragten, mit schriftlichen Quellen in Archiven arbeiteten und Veranstaltungen zum Gedenken an den Widerstand der Weißen Rose besuchten. Durch die unvoreingenommene Schreibweise der Autoren überzeugt das Buch voll und ganz.
Aufgrund der exakten Wiedergabe der historischen Fakten und Gegebenheiten eignet sich das Buch wohl auch sehr gut als Lektüre für den Schulunterricht, da es das geschichtliche Wissen erweitern kann, mehr Abwechslung in den Unterricht bringt und außerdem Betroffenheit, Mitgefühl und vor allem Bewunderung für die Entschlossenheit und den Mut Sophie Scholls hervorruft. So sind in dem Buch zum Beispiel noch originale Briefe von Mitgliedern der „Weißen Rose“ und vor allem von Sophie Scholl abgedruckt
Ich selbst finde das Buch absolut empfehlenswert, da es spannend erzählt ist, interessante Fakten liefert, nicht zu lang und zu weit ausholt und dadurch selten langweilig wird. Außerdem denke ich, dass es als Klassenlektüre geeignet wäre, da es sich einem wichtigen Unterrichtsthema (besonders im Fach Geschichte) widmet und zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Annette E. Dumbach studierte in den USA und in Frankreich und lebte insgesamt neun Jahre in der Bundesrepublik. In den letzten zehn Jahren arbeitete sie in den Philippinen, in Afrika und in Brasilien, mit vietnamesischen "Boat-People" und mit früheren Vertretern der Befreiungstheologie. Sie arbeitet außerdem als freie Journalistin. Jud Newborn ist Kulturanthropologe an der University of Chicago, freiberuflicher Schriftsteller, Historiker und Künstler und ist als internationaler Berater tätig.
(Betreut von Carina Oettle)
Empfohlene Zitierweise
Annette Dumbach / Jud Newborn: Die Geschichte der Weißen Rose, Freiburg: Herder Verlag 2002 (erw. Neuausg.), 272 Seiten, ISBN 3-451-05249-0, EUR 9,90, gelesen von Anna König. lesepunkte 2 (2007), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4883/
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Erstellt: 13.02.2007
Zuletzt geändert: 13.02.2007




