Cooney

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Caroline B. Cooney: Anaxandra. Eine Prinzessin in Troja, Hamburg: Carlsen Verlag 2006, 320 Seiten, ISBN 3-551-35487-1, EUR 7,90. 

 

gelesen von Lena Haußelt, 6. Klasse
Karlsgymnasium München

 


Der Roman „Anaxandra. Eine Prinzessin in Troja“ von Caroline B. Cooney spielt im antiken Griechenland und erzählt die wechselvolle Geschichte einer Königstochter vor dem Hintergrund des Trojanischen Krieges.

Anaxandra, die Tochter des Herrschers einer kleinen griechischen Insel, wird eines Tages von Nikandros, dem König der Insel Siphnos, als Geisel genommen. Damals war sie sechs Jahre alt. Auf Siphnos muss sie sich der neuen Situation anpassen. Sie verbringt viele Jahre als Spielgefährtin der Königstochter Kallisto. Der Leser erfährt dabei viel über die Bräuche in der damaligen Zeit. Dann wird die Insel von Nikandros überfallen, und es werden viele Leute auf der Insel getötet. Darunter ist auch die Prinzessin Kallisto. Nur weil Anaxandra während des Angriffs gerade nicht in der Stadt ist, kann sie überleben und lebt nun unter dem Namen ihrer Spielgefährtin Kallisto weiter. 

Schließlich nimmt sie Menelaos, der König von Sparta, mit sich - allerdings nicht als Sklavin, sondern wiederum als Spielgefährtin für seine Tochter. So lernt sie seine Frau Helena, die schönste Frau der Welt, kennen. Wieder muss sich Anaxandra der neuen Situation anpassen und erlebt eine neue Welt. Nur von Helena wird Anaxandra durchschaut, die so die Königin zur Feindin hat. Immer wieder versucht sie, ihrem Mann klar zu machen, dass das Mädchen, das er von Siphnos mitgebracht hat, nicht Kallisto ist. 

Als Paris von Troja zu Besuch kommt, muss Menelaos nach Kreta fahren und lässt seine Frau, seinen jüngsten Sohn, seine Tochter und Anaxandra mit dem Gast allein zurück. Dieser brennt kurz danach mit Helena und ihrem jüngsten Sohn nach Troja durch. Ihre Tochter soll auch mit, doch um die Prinzessin zu retten, fährt stattdessen Anaxandra mit. Erst kurz vor dem Ziel wird sie entdeckt. Trotzdem darf sie mit nach Troja. 

Auch dort versucht Helena vergeblich, sie zu vernichten. In Troja stößt Anaxandra wieder auf eine neue Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Zudem erlebt sie den Kampf um die Stadt mit. Immer wieder versucht Anaxandra, den kleinen Prinzen von Sparta zu retten; denn es wird immer wieder versucht, den kleinen Jungen zu vergiften. Als Priesterin der Göttin findet sie einen geheimen Ausgang aus der befestigten Stadt und flieht mit dem kleinen Prinzen. Die erste Flucht schlägt fehl, doch zum Schluss gelingt es trotzdem. 

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil Anaxandra die Geschichte so erzählt, dass man sich selbst gut in sie hineinversetzen kann. Die Hauptperson Anaxandra ist zwar erfunden, aber den Trojanischen Krieg hat es wahrscheinlich wirklich gegeben. Man erfährt viel über die Bräuche im alten Griechenland. 

Am Ende des Buches erzählt die Autorin ein wenig über historische Funde sowie über Homer und gibt eine kurze Version der ganzen „wahren" Geschichte. Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter. Viel Spaß beim Lesen! 

(Betreut von Ingo Leiß) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Caroline B. Cooney: Anaxandra. Eine Prinzessin in Troja, Hamburg: Carlsen Verlag 2006, 320 Seiten, ISBN 3-551-35487-1, EUR 7,90, gelesen von Lena Haußelt. lesepunkte 1 (2006), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4787/

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Erstellt: 12.12.2006

Zuletzt geändert: 14.12.2006