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Fiona Chandler/Sam Taplin/Jane Bingham: Das Leben im alten Rom, Würzburg: Arena Verlag 2004, 138 Seiten, ISBN 3-401-05541-0, EUR 16,95.
gelesen von Teresa Ecker, 7. Klasse
Gymnasium bei St. Anna Augsburg

Das Sachbuch "Das Leben im alten Rom" erzählt die Geschichte Roms und seiner Bürger ab 100 v. Chr. im Vergleich zur Gegenwart, also dem heutigen Leben in der Metropole. Man erfährt vieles über den Alltag der antiken Römer und der Soldaten.
Ob die Autoren Fiona Chandler, Sam Taplin und Jane Bingham ihr Wissen von Archäologen und Professoren oder aus anderen speziellen Quellen, wie zum Beispiel Manuskripten, beziehen, wird in dem Buch nicht geklärt. Es handelt sich eher um Allgemeinwissen und grundlegende Dinge, weshalb das Buch für "Anfänger", die sich nur einen Überblick über das Thema verschaffen wollen, sehr geeignet ist.
Das Werk ist in mehrere Teile gegliedert: Der erste Teil beginnt mit der Entstehung Roms. Der zweite erzählt vom Leben der Römer, ihren Berufen, der Regierungsform ihres Staates und ihren Freizeitbeschäftigungen. Er berichtet außerdem von Festen, von Religion, von Münzprägung, Militär und Alltag. Im dritten Teil befinden sich ein äußerst umfangreicher Anhang mit Wissenswertem zum Nachschlagen und Vertiefen. Das gesamte Buch ist sehr anschaulich illustriert und zu einigen Themen sind auch Fotographien von Ausgrabungsstätten zu sehen.
Hier folgt nun eine Zusammenfassung des Kapitels "Leben in Rom" unter dem Gesichtspunkt "Gewerbe und Handwerkskunst" (78 f.): Die Berufe der römischen Bürger waren sehr vielfältig, zum Beispiel waren die Handwerkskunst, das Gewerbe der Tuchwalker und das der Glashandwerker sehr bekannt.
Die Handwerker mussten eine Vielzahl von Alltagsgütern herstellen, wie etwa Kleidungsstücke und Werkzeug, aber auch Luxusgegenstände, wie zum Beispiel kunstvolle Kelche und Statuen. Meist waren die Handwerker Männer, aber die Werkstätten waren Familienbetriebe, sodass Frauen oft halfen, indem sie sich meistens um die Versorgung der Angestellten kümmerten oder für Ordnung und Sauberkeit in den Arbeitsräumen sorgten.
Im Gegensatz zu den Handwerkern, die Luxusgegenstände herstellten, hatten die Tuchwalker keinen besonders schönen Beruf: Zuerst wurde ein Tuch von den Angestellten in Urin getaucht, damit es steif wurde, dann musste man es mit einer Tonsorte, der Walkerade, waschen. Erst nach dieser Spezialbehandlung machte man Kleidungsstücke daraus.
Die Glashandwerker wiederum gab es erst ab dem ersten Jahrhundert nach Christi Geburt. Sie stellten einfache Glasgefäße und Fensterscheiben, aber auch edles und reich verziertes Geschirr her. Diese wurden oft bei prunkvollen Gastmählern serviert oder dienten als Grabbeigaben.
Ich finde, dass dieses äußerst informative Sachbuch sehr gut zu verstehen und zu lesen ist. Ein Nachteil aber ist, dass der Text an manchen Stellen sehr abgehackt ist. Für jüngere Kinder könnte es schwer zu verstehen sein, mindestens 10 Jahre alt sollte man schon sein – aber die schönen und anschaulichen Illustrationen erklären durchaus eine Menge Sachverhalte und werden auch jungen, interessierten Kindern gefallen. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
(Betreut von Dr. Claudia Weiser)
Empfohlene Zitierweise
Fiona Chandler/Sam Taplin/Jane Bingham: Das Leben im alten Rom, Würzburg: Arena Verlag 2004, 138 Seiten, ISBN 3-401-05541-0, EUR 16,95, gelesen von Teresa Ecker. lesepunkte 1 (2006), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4755/
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Erstellt: 12.12.2006
Zuletzt geändert: 12.12.2006




